SOL – Selbstorganisiertes Lernen
 
Als „Schule der Zukunft“ stellen wir uns den aus dem Pisaschock ergebenden strukturellen und didaktischen Neuerungen in der Schullandschaft.
 
Dies greifen wir z.B. auf didaktischer Ebene dadurch auf, dass wir den Unterricht mehr auf die Selbstorganisation des Unterrichts-geschehens durch die Schülerinnen und Schüler umgestalten. Ein Beispiel dafür ist das von Dr. Herold entwickelte SOL – Prinzip.
 
SOL – Selbstorganisiertes Lernen ist ein auf den Erkenntnissen der Neurowissenschaften entwickelter Unterrichtsansatz, bei dem Schülerinnen und Schüler selbst die Organisation des Lernens übernehmen.
 
Diese Eigenverantwortung entspricht den Herausforderungen des heutigen, sich schnell wandelnden Berufslebens, der rasanten technischen Entwicklung im Informationszeitalter und dem sich daraus ergebenden Prinzips eines lebenslangen Lernens.
 
Die Selbstorganisation des Lernens kann aber nur gelingen, wenn die Schülerinnen und Schüler systematisch an ein solches Arbeiten herangeführt werden. Dies geschieht in unserer Schule in der Klasse 5 und 6 im Rahmen des Methodentrainings, wo die methodischen Grundlagen des SOL – Verfahrens eingeübt werden können.
 
Es wurden SOL - Arrangements zu den Fächern Mathe, Englisch, Deutsch, Erdkunde und Biologie entwickelt.
Diese Unterrichtseinheiten bestehen in der Regel aus
1.    einem Advance Organizer (Lernlandkarte),
2.    einer Kann –Liste (Abfragung des Wissenstands),
3.    einem Gruppenpuzzle (Wechsel zwischen Ausgangs- und Expertengruppen),
4.    einer Austauschphase (Dreiergespräch) und einer
5.    Verarbeitungsphase (Strukturlegetechnik).
 
Die immer wiederkehrende Methodik und die abwechselnde Folge aus Individual- und Gruppenphasen (Sandwichprinzip) legen „Spuren im Gehirn“, die unsere Schülerinnen und Schüler zu einem selbstorganisierten Lernen in unserer Schule aber auch auf den nachfolgenden Schulformen (Gymnasium, Höhere Handelsschule etc.) befähigen sollen.